infovs http://infovs.blogsport.de Fri, 09 Jul 2010 13:33:38 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en RA schon gelesen? http://infovs.blogsport.de/2010/07/09/ra-schon-gelesen/ http://infovs.blogsport.de/2010/07/09/ra-schon-gelesen/#comments Fri, 09 Jul 2010 13:28:26 +0000 Blackstar Repression Medien/Netzaktivismus Verschiedenes Migration/Antirassismus http://infovs.blogsport.de/2010/07/09/ra-schon-gelesen/ Auch diesmal lohnt sich wieder ein Blick in die aktuelle Ausgabe der Roten Anneliese:

Hervorzuheben ist da besonders:

bullizei02

Abu Ghraib im Wallis: Schwere Vorwürfe gegen die Walliser Kantonspolizei

EYHOLZ/BRIG-GLIS – Ende April kam Pa Sainey Badjie aus Gambia in eine Kontrolle der Kantonspolizei. Was sich dann ereignete, hat er in einem schockierenden Bericht festgehalten. Seine Schilderungen erinnern an Abu Ghraib. Mittlerweile hat Badjie Strafklage wegen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Beschimpfung gegen die diensthabenden Polizisten eingereicht. Auch die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter wurde informiert. Mehr dazu in der neusten RA
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weiter findet man auch einen Artikel über den Chef der kantonalen Arbeitslosenkasse der sich seinen Lohn gleich selbst evaluirte und festsetzte. Auch die Hungerlöhne des Kantons im landwirtschaftlichen Zentrum werden in einem Artikel erneut angeprangert (Staatsrat betreibt Lohndumping).

Es lohnt sich also erneut die paar Franken in eine so wichtige Zeitung wie die Rote Anneliese zu investieren!
Kaufen könnt ihr sie an fast jedem Kiosk Bis die nächste da ist könnt ihr weiterhin hier aktuelle Infos verfolgen und wenn ihr wollt selber auch news posten.

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Free Bernard Rappaz!!!! http://infovs.blogsport.de/2010/07/05/free-bernard-rappaz/ http://infovs.blogsport.de/2010/07/05/free-bernard-rappaz/#comments Mon, 05 Jul 2010 21:19:49 +0000 cnt-fai Repression Medien/Netzaktivismus Verschiedenes International http://infovs.blogsport.de/2010/07/05/free-bernard-rappaz/ Besser spät als nie, aber auch wir fordern die Freiheit von Bernard Rappaz. Der bekannte Hanfbauer aus dem Unterwallis führt nun zum zweiten Mal einen Hungerstreik im Knast durch. Beim ersten Hungerstreik, in dieses Jahr, hat die SP-Staatsrätin ihn zur Genesung in die Freiheit entlassen. Nach der Rückkehr in den Knast, hat Rappaz den Hungerstreik direkt wieder aufgenommen. Nun will die Staatsrätin ihre harte Seite zeigen und Rappaz dem Tod weihen!

Laut eigener Medienmitteilung wird Sie Rappaz kein weiteres Mal freilassen! Falls Rappaz den Hungerstreik durchzieht, wird Esther Waeber-Kalbermatten (SP-Staatsrätin) Rappaz im Knast-Spital von Genf verrecken lassen! Rappaz der etwas mehr als 5 Jahre für grösseren Hanfanbau und – handel bekommen hat, wäre somit der erste Hungerstreik-Tote im Knastsystem der Schweiz!

Die Staatsrätin redet von einem Spiel zwischen ihr und Rappaz. Sie ist der Meinung das Rappaz das Spiel abbrechen wird. Das Leben eines Gefangenens als Spiel zu erklären. empfinden wir als unbeschreibliche Arroganz und Dummheit! In „diesem Spiel“ kann es keine Sieger geben! Frisch gewählt, als erste Staatsrätin will Waeber-Kalbermatten die harte Linie durchziehen. Mit dieser Haltung wird die Wiederwahl (ZU RECHT!!) ohne Erfolg sein. Das rechtsbürgerliche Geschwätz von harter Linie usw. wird bei den nächsten Wahlen sowieso gegen die Staatsrätin verwendet werden. Genau diesen Hardlinern will die Staatsrätin nicht nachgeben, um ihr Gesicht zu wahren. Doch wir fragen uns, wie kann mensch sein Gesicht wahren mit Blut an den Händen!? Für die Wiederwahl und das Ansehen ein Menscheleben zu opfern, das ist noch richtig harter Wahlkampf!

Um den Tod von Rappaz zu verhindern spekuliert Waeber-Kalbermatten seit längerem mit der Zwangsernährung. Diese gefährliche, verabscheuungswürdige und tödliche Massnahme lehnen wir vollumfänglich ab! Waeber-Kalbermatten muss endlich ihre (falls überhaupt vorhandene) humane Seite Zeigen und Rappaz natürlich am Leben lassen!

Esther stell deinen Verstand und vorallem dein Gewissen für ein paar Minuten wieder ein und lass Rappaz nicht sterben!

Wir fordern von Esther Waeber-Kalbermatten die sofortige Freilassung und Genesung von Bernard Rappaz!

Schreibt der Staatsrätin Mails unter folgender Adresse:

esther.waeber@admin.vs.ch

Briefe an:
Waeber-Kalbermatten Esther
Departementsvorsteherin
Avenue de la Gare 39
1950 Sion

Und Telefon:

Tel.: 027 / 60 65095

Mehr Infos zur aktuellen Situation von Rappaz folgen!

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Sans-Papiers – Park-Besetzung in Bern http://infovs.blogsport.de/2010/06/30/sans-papaiers-park-besetzung-in-bern/ http://infovs.blogsport.de/2010/06/30/sans-papaiers-park-besetzung-in-bern/#comments Wed, 30 Jun 2010 19:58:20 +0000 Blackstar Migration/Antirassismus http://infovs.blogsport.de/2010/06/30/sans-papaiers-park-besetzung-in-bern/ A-Films hat Bilder aus dem Camp gemacht.
Die Filme findet ihr hier

Tagesschau vom 28.06.2010

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SF berichtet über Freidenker im Wallis http://infovs.blogsport.de/2010/06/03/sf-berichtet-ueber-freidenker-im-wallis/ http://infovs.blogsport.de/2010/06/03/sf-berichtet-ueber-freidenker-im-wallis/#comments Thu, 03 Jun 2010 18:08:12 +0000 Blackstar Verschiedenes http://infovs.blogsport.de/2010/06/03/sf-berichtet-ueber-freidenker-im-wallis/
http://www.frei-denken.ch/de/

Das Schweizer Fernsehen thematisiert die Freidenker-Gründung im Wallis und deren Beweggründe.

Gottlosigkeit

In den katholischen Kantonen und Gebieten ist Fronleichnam ein Feiertag. Im Kanton Wallis sogar einer der höchsten Feiertage überhaupt. Kaum anderswo sind religiöse und kirchliche Rituale im öffentlichen Leben derart verankert, wie im Kanton Wallis. Aber auch im Wallis gibt es Menschen, welche an keinen Gott glauben. Jetzt haben sich Nichtgläubige zusammengeschlossen und die Freidenker-Sektion Wallis gegründet. Ruth Seeholzer berichtet.

Schweiz aktuell vom 03.06.2010

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1. Mai in Zureich – Stoppt die Repression http://infovs.blogsport.de/2010/05/01/1-mai-in-zureich-stoppt-die-repression/ http://infovs.blogsport.de/2010/05/01/1-mai-in-zureich-stoppt-die-repression/#comments Sat, 01 May 2010 08:41:34 +0000 cnt-fai Repression Medien/Netzaktivismus Kapitalismus/Globalisierung Jugend-Zeugs Verschiedenes Antifaschismus International http://infovs.blogsport.de/2010/05/01/1-mai-in-zureich-stoppt-die-repression/ Nachdem im Vorfeld schon heftig über den 1. Mai in Zureich gehetzt worden ist, haben die Bullen nun die Krallen der Repression herausgefahren. Hier die Stellungsnahme des Revolutionären Aufbaus zu den aktuellen Ereignissen:


Am Donnerstagmorgen führte ein grosses Aufgebot der Zürcher Polizei Hausdurchsuchungen durch und verhaftete zwei Genossen des Revolutionären Aufbaus.

Als Vorwand diente den Damen und Herren des Morgengrauens ein genau vor einem Jahr, am 1. Mai 2009, verübter Farbanschlag auf die Credit Suisse. Offenbar wollten die Repressionsorgane damit der heute tagenden Credit Suisse Aktionärsversammlung ein kleines Präsent überreichen. Heute sind die beiden Genossen dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft gesetzt worden.

In dieses repressive Klima passt auch der Polizeieinsatz vom Donnerstagabend. Ein Gruppe junger GenossInnen transportierte Transparente und rote Fahnen in unserer Zentrum. Mit einem Aufgebot von über 20 PolizistInnen wurden die GenossInnen auf offener Strasse mit Gummischrott-Gewehr im Anschlag gestoppt und während über einer Stunde festgehalten.

Mit dieser harten Linie versuchen die Behörden, die Mobilisierungen rund um den 1. Mai zu behindern und die Leute einzuschüchtern. Ein sinnloses Unterfangen. Der 1. Mai als Klassenkampftag ist ein wichtiges Ereignis im Aufbau von Gegenmacht. An diesem Tag nehmen sich international ArbeiterInnen und Ausgebeutete seit über einem Jahrhundert die Strasse, erkämpfen diese und verteidigen sie.

Unsere Parole „Raum aneignen – Kämpfe verbinden – Perspektiven entwickeln“ richtet sich u.a. genau gegen den staatlichen Versuch, den antikapitalistischen Widerstand von der Strasse zu drängen und zu verbieten. Deshalb jetzt erst recht: Erster Mai – Strasse frei!

Freiheit für unsere zwei verhafteten Genossen!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Für den Kommunismus!

Wir fordern ebenfalls die Freiheit für die beiden Genossen!

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1.Mai im Oberwallis http://infovs.blogsport.de/2010/04/28/1-mai-im-oberwallis-3/ http://infovs.blogsport.de/2010/04/28/1-mai-im-oberwallis-3/#comments Wed, 28 Apr 2010 16:09:41 +0000 Blackstar Kapitalismus/Globalisierung http://infovs.blogsport.de/2010/04/28/1-mai-im-oberwallis-3/ Es ist wieder soweit :-)

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Brig/Glis: Neonazis attackieren Konzertbesucher http://infovs.blogsport.de/2010/04/17/brigglis-neonazis-attackieren-konzertbesucher/ http://infovs.blogsport.de/2010/04/17/brigglis-neonazis-attackieren-konzertbesucher/#comments Sat, 17 Apr 2010 17:51:00 +0000 Blackstar Antifaschismus http://infovs.blogsport.de/2010/04/17/brigglis-neonazis-attackieren-konzertbesucher/
Symbolbild

Heute morgends um 02.00 Uhr griffen mehrere Neonazis Besucher eines Konzertes im Kulturzentrum Zeughaus an.

Toxic Trolls feierte im Zeughaus ihre CD-Taufe. Mit dabei war auch die bekannte deutsche Punkrock-Kapelle „Dritte Wahl“. Das Konzert war gerade fertig, viele warteten vor dem Kulturzentrum auf den Nachtbus und wollten heim. Um die 5-10 Neonazis sowie Sympathisanten griffen Personnen an, welche gerade in den Bus einsteigen wollten. Schon nach kurzer Zeit war die Polizei auf Platz und fesselte mehrere Neonazis, welche sich auch z.T. energisch dagegen wehrten. Über Verletzte ist bis dato nichts bekannt. Ob der Angriff geplant war oder nicht, darüber kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden.

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E-Sport under Attack! http://infovs.blogsport.de/2010/02/20/e-sport-under-attack/ http://infovs.blogsport.de/2010/02/20/e-sport-under-attack/#comments Sat, 20 Feb 2010 15:05:33 +0000 Blackstar Repression Medien/Netzaktivismus Verschiedenes http://infovs.blogsport.de/2010/02/20/e-sport-under-attack/

Die Attacken auf die Spieler von Spielen mit Gewaltdarstellung nehmen nicht ab, und Verbots-forderungen erleben ihre Höhepunkte jeweils wenn ein Amokläufer durchdreht und bei ihm zuhause ein Videospiel wie Counter-Strike gefunden wird. Das game wird zum Sündenbock, die Thematik emotional ausgeschlachtet. Das es die Medien dabei mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, ist unlängst klar. Es gibt aber auch z.T. heftige Kritik innerhalb der Game-Community, welche sich an Programmierern stört, die solche Diskussionen provoziert. Früher warens die Filme, heute sind die Spiele das Verbotsobjekt.

Die Nachwehen solcher Forderungen erleben wir nun in parlamentarischen Vorstössen: eine Bundesrätliche Komission verlangte auf Druck von Politikern nun, das der Bundesrat sich den spielen annehmen müsse. In einer Motion von Alleman Ivi, verlangt diese nun krasse Methoden:

Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die es erlaubt, die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen

siehe auch: Parlament-Text
Was mit grausam gemeint ist, ist wieder so ein ‚Gummi-Ding‘, das wohl nach belieben ausgelegt wird. Tönt gut für Famielienfreundliche Politiker, ist aber ein de facto Shooter-Verbot, den jedes Schiessen auf Personen ist doch im Prinzip ‚grausam‘ (wenn mans so nehmen will).

Der Nationalrat hat die Motion bereits angenommen, nun kommt sie vor den Ständerat. Der Bundesrat empfiehlt die Ablehnung.

Gegenwind ist langsam aber sicher auch von den Gamern zu spüren, so haben sich viele in dem Verein „Gamerights“ engagiert und kämpfen dort für ihr Recht zu spielen. Als Reaktion auf die Parlamentsdebatte um Killerspiele, ist neu auch ein Bündnis geschaffen worden, das gegen diese Attacken mit einer Petition Unterschriften sammelt.

Bitte unterstützt die Petition gegen das Verbot mit eurer Unterschrift auf www.pro-jugendkultur.ch

Randnotiz: Auch in Deutschland wird gegen solche Verbote mobilsiert und auch demonstriert

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Trennung zwischen Kirche und Staat im Kanton Wallis (Teil 1) http://infovs.blogsport.de/2010/02/18/trennung-zwischen-kirche-und-staat-im-kanton-wallis-teil-1/ http://infovs.blogsport.de/2010/02/18/trennung-zwischen-kirche-und-staat-im-kanton-wallis-teil-1/#comments Thu, 18 Feb 2010 09:23:16 +0000 cnt-fai Verschiedenes http://infovs.blogsport.de/2010/02/18/trennung-zwischen-kirche-und-staat-im-kanton-wallis-teil-1/ Um die Problematik zu veranschaulichen wird nun auf bekannte und aktuelle Fälle eingegangen.
Es werden bewusst keine genauen Orte genannt. So viel sei jedoch gesagt, die meisten Beispiele spiel(t)en sich in den grösseren „Talgemeinden“ ab. In den „Berggemeinden“ herrschen teilweise noch schlimmere Zustände, bzw. wird mit Kritik an der Kirche äusserst vorsichtig umgegangen.

Bereits im Kindergarten werden die folgsamen Kinder auf die Religion (d.h. römisch katholische Kirche) vor bereitet. So findet jedes Jahr der St. Martins Laternenumzug statt. Am besagten Tag laufen die KindergärtnerInnen mit Lampions durch die Strassen und singen (noch keine offensichtlichen Kirchen-) Lieder. Der Umzug endet traditionell bei der örtlichen Kirche. St. Martin wird als Helfer der Armen und Schwachen ins Gedächtnis der Kinder eingeprägt. Neben den alljährlichen Weihnachtskrippenspielen, ist dies mehr oder weniger der einzige Bezug zur Kirche welcher den Kindern vermittelt wird. Diese relative harmlose Handhabung ändert sich aber schlagartig. Nach zwei „beschaulichen“ Jahren dürfen sich die meisten Kinder freudig in die 1. Primarklasse einschulen lassen. Hier jedoch hört der Spass endgültig auf.

Auf die autoritäre Schulbildung im Allgemeinen wird hier nicht weiter eingegangen, jedoch steht diese in einem guten Einverständnis mit dem Religionsunterricht.

Ab der ersten Klasse werden die SchülerInnen gezielt an die römisch katholische Kirche herangeführt. Falls dies nicht durch die elterliche Erziehung erfolgt ist, werden die Kinder spätestens jetzt Jesus, Gott usw. kennen lernen. In den ersten 2 Jahre Religionsunterricht werden Gebete gesprochen, religiöse (sehr viele) Lieder gesungen religiöse Zeichnungen gemalt usw. Der Unterricht erfolgt im „ideal“ Fall durch die KlassenleherInnen, mehrheitlich aber durch Kirchenfreiwillige (z.B. Nonnen, PastoralassistentInnen usw.).
Die Kinder werden in ihrem gutgläubigen Wesen gemächlich, aber mit gewissem Druck an die Religion heran geführt. So weit so schlecht. Die weitaus erschreckendere Tatsache, in gewissen Gemeinden werden die Kinder schon zu diesem Zeitpunkt gezwungen eine Gottesdienst zu besuchen. An diesen Gottesdiensten wird (noch) keine heilige. Kommunion vergeben, aber der Rest des kirchlichen Programms fehlt keineswegs.

Richtig los geht es für alle getauften Kinder ab der 3. Klasse. Im Wallis erfolgt in diesem Schuljahr die heilige 1. Kommunion. Ein wichtiges Ereignis für die Kuttenträger. Den zum 1. Mal bekennen sich die kleinen Schäfchen selbständig zur heiligen, römischen katholischen Kirche.

Die wenigen glücklichen Kinder, mit fortschrittlichen (oder andersgläubigen) Eltern, können sich von diesem Elend befreien, sofern ihr Einverständnis geben. Dies bedeutet für die Kinder aber keine Geschenke, im Gegensatz zu den mindestens 90% der KlassenkameradInnen. In diesen jungen Jahren ein grosses Plus für die Kirche. Während den Vorbereitungen bzw. Einübungen für die 1. Kommunionsfeier gilt trotzdem Präsenzpflicht für alle (d.h. auch für die nicht betroffenen). Während den Religionsstunden gilt es zu hoffen auf eine „gute“ Lehrperson, ansonsten herrscht extra religiöses Programm für die gesamte Klasse (siehe weiter unten).

Für die erwartungsvollen 1. KommunikantInnen gilt es im Religionsunterricht alles zu geben. Der Gemeindepfarrer höchst persönlich führt (vielfach auch im Jahr zu vor, d.h. Im 2. Primarschuljahr) durch den Unterricht! Die Schäfchen wollen natürlich dem Hirten gefallen und strengen sich an. Doch die wichtige Feier wird nicht nur mit Hilfe der Religionsstunden vorbereitet. Auch im Musikunterricht werden fleissig Kirchenlieder gesungen. Hauptsächlich die Lieder, welche an der 1. Kommunionsfeier gesungen werden, jedoch nicht nur diese Kirchenlieder. Die wunderbare Feier muss natürlich auch geprobt werden. Hierbei fallen mehrmals andere Schulfächer zu Gunsten der Proben aus.

Beim ersten eigenständigen Bekenntnis zur Kirche wird nichts dem Zufall überlassen. Häufig helfen die KlassenlehrerInnen fleissig mit. So gibt es Montags (immer noch) die Standartfrage, wer denn alles am Wochenende in der Kirche war. Die („guten“) gutgläubigen SchülerInnen dürfen brav die Hände in die Höhe strecken. Die („schlechten“) ungläubigen SchülerInnen fragen ihre Eltern vorwurfsvoll, warum die Familie am Sonntag nicht die hl. Messe besucht.

Die Vermittlung des einzig wahren Glaubens (röm. kathl. Kirche) fruchtet schon in jungen Jahren, mit äusserst primitiven und billigen Mitteln. Der Ausschluss andersgläubiger erfolgt relativ, konsequent. Die Kinder, welche sich eigentlich glücklich schätzen könnten nicht mit der Sekte in Verbindung zu kommen, werden verspottet. Zudem schwelgen sie in (Selbst-) Zweifel, aufgrund der „Andersartigkeit“. Die Kirche nützt diese Situation schamlos aus. Denn die 1. Kommunion ist, so der O-Ton von SchülerInnen, „sehr cool und eine super Sache!“. Es handelt sich hierbei nicht um religiöse FanatikerInnen. Das ganze Spektakel dient, zumindest für eine sehr grosse Mehrheit, einzig und allein genügend Geschenke zu bekommen. Diese konsumgeile Einstellung ist sicherlich nicht optimal, jedoch in diesem Alter durchaus nachvollziehbar. Um einiges bedenklicher ist die Tatsache, dass SchülerInnen (röm. kathl.) Gebete auswendig lernen müssen und diese in den Prüfungen getestet werden (d.h. in den Notenschnitt einfliessen aufgrund der Fach-Note Religion). Verständlich, denn welches Kind hat schon freiwillig Lust lahme unverständliche Texte auswendig zu lernen. Durch den (erstmals auftauchende) Notendruck hat die Kirche hier leichtes Spiel. So können in der 3. Primarschule die Mehrheit der SchülerInnen die wichtigsten Gebete auswendig und werden diese in der Messe auch artig mitbeten.

Der 2. Teil folgt in 1-2 Wochen (Inhalt 4-6 Schuljahr inkl. Firmung)

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Trennung zwischen Kirche und Staat im Kanton Wallis (Einführung) http://infovs.blogsport.de/2010/02/12/trennung-zwischen-kirche-und-staat-im-kanton-wallis-einfuehrung/ http://infovs.blogsport.de/2010/02/12/trennung-zwischen-kirche-und-staat-im-kanton-wallis-einfuehrung/#comments Fri, 12 Feb 2010 10:09:04 +0000 cnt-fai Verschiedenes http://infovs.blogsport.de/2010/02/12/trennung-zwischen-kirche-und-staat-im-kanton-wallis-einfuehrung/ Die meisten Beispiele und Erläuterungen dieser Reihe beziehen sich auf das Oberwallis, jedoch ist die Situation im Unterwallis nicht wesentlich anders. Gewisse Zustände sind bekanntlich im ganzen Wallis an zu treffen. Die Textreihe bezieht sich auf verschiedene Recherchen, Gespräche, Interviews, Erlebnisberichten und eigenen Erfahrungen. Die Texte widerspiegeln die „durchschnittliche“ Situation im (Ober-) Wallis. Einige Ereignisse bzw. Beispiele sind in manchen Orten extremer, als in anderen. Jedoch kann allgemein zusammengefasst werden, dass die Trennung zwischen Kirche und Staat im Wallis, aufgrund des Beispieles (staatliche) Schule nicht gegeben ist.

Abgetrennt durch massive Bergwände und dem damit fehlenden Weitblick hat sich im Wallis die katholische Kirche über viele Jahrzehnte ein massives Imperium geschaffen. Hase und Fuchs sagen sich nicht mehr überall „gute Nacht“, jedoch lässt die (nicht existente) Trennung zwischen Kirche und Staat anderes vermuten. Der 2. grösste Arbeitgeber im oberen Kantonsteil, hat mit der Neat einen einfachen Anschluss an die „Üsserschwytz“ bzw. ins „Grüeziland“ geschaffen. Damit verbunden sind grössenwahnsinnige Einkaufszentrumsprojekte und anderer (kapitalistischer) Schwachsinn. Doch das zentrale Standbein des Wallis lässt sich nicht vom Fortschritt und von Veränderungen blenden. Die katholische Kirche treibt nach wie vor (unbehelligt) ihr Unwesen. Jede und Jeder halbwegs fortschrittliche „Walliserin“ und „Walliser“ kennt die (immer noch existente) Allmacht der Priester/Lehrer aus Erzählungen der Eltern, oder aus eigenen Erfahrungen. Viele meinen die Situation hat sich in den letzten Jahren geändert, doch dem ist nicht so. Stockschläge und Jugendliche mit Bibeln auf den ausgestreckten Armen im Kirchengang sind heute passé, dennoch übt die katholische Kirche nach wie vor erheblichen Einfluss auf das Schulwesen aus. Die autoritäre Vormachtstellung wird nicht mehr (hauptsächlich) durch Gewalt, sondern durch konsumbezogenen Methoden und Ausgrenzungen herbei geführt.

Der 1. Teil der Reihe wird nächste Woche aufgeschaltet.

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