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1. Mai in Zureich – Stoppt die Repression

Nachdem im Vorfeld schon heftig über den 1. Mai in Zureich gehetzt worden ist, haben die Bullen nun die Krallen der Repression herausgefahren. Hier die Stellungsnahme des Revolutionären Aufbaus zu den aktuellen Ereignissen:


Am Donnerstagmorgen führte ein grosses Aufgebot der Zürcher Polizei Hausdurchsuchungen durch und verhaftete zwei Genossen des Revolutionären Aufbaus.

Als Vorwand diente den Damen und Herren des Morgengrauens ein genau vor einem Jahr, am 1. Mai 2009, verübter Farbanschlag auf die Credit Suisse. Offenbar wollten die Repressionsorgane damit der heute tagenden Credit Suisse Aktionärsversammlung ein kleines Präsent überreichen. Heute sind die beiden Genossen dem Haftrichter vorgeführt und in Untersuchungshaft gesetzt worden.

In dieses repressive Klima passt auch der Polizeieinsatz vom Donnerstagabend. Ein Gruppe junger GenossInnen transportierte Transparente und rote Fahnen in unserer Zentrum. Mit einem Aufgebot von über 20 PolizistInnen wurden die GenossInnen auf offener Strasse mit Gummischrott-Gewehr im Anschlag gestoppt und während über einer Stunde festgehalten.

Mit dieser harten Linie versuchen die Behörden, die Mobilisierungen rund um den 1. Mai zu behindern und die Leute einzuschüchtern. Ein sinnloses Unterfangen. Der 1. Mai als Klassenkampftag ist ein wichtiges Ereignis im Aufbau von Gegenmacht. An diesem Tag nehmen sich international ArbeiterInnen und Ausgebeutete seit über einem Jahrhundert die Strasse, erkämpfen diese und verteidigen sie.

Unsere Parole „Raum aneignen – Kämpfe verbinden – Perspektiven entwickeln“ richtet sich u.a. genau gegen den staatlichen Versuch, den antikapitalistischen Widerstand von der Strasse zu drängen und zu verbieten. Deshalb jetzt erst recht: Erster Mai – Strasse frei!

Freiheit für unsere zwei verhafteten Genossen!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Für den Kommunismus!

Wir fordern ebenfalls die Freiheit für die beiden Genossen!

E-Sport under Attack!

Die Attacken auf die Spieler von Spielen mit Gewaltdarstellung nehmen nicht ab, und Verbots-forderungen erleben ihre Höhepunkte jeweils wenn ein Amokläufer durchdreht und bei ihm zuhause ein Videospiel wie Counter-Strike gefunden wird. Das game wird zum Sündenbock, die Thematik emotional ausgeschlachtet. Das es die Medien dabei mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, ist unlängst klar. Es gibt aber auch z.T. heftige Kritik innerhalb der Game-Community, welche sich an Programmierern stört, die solche Diskussionen provoziert. Früher warens die Filme, heute sind die Spiele das Verbotsobjekt.

Die Nachwehen solcher Forderungen erleben wir nun in parlamentarischen Vorstössen: eine Bundesrätliche Komission verlangte auf Druck von Politikern nun, das der Bundesrat sich den spielen annehmen müsse. In einer Motion von Alleman Ivi, verlangt diese nun krasse Methoden:

Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die es erlaubt, die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen

siehe auch: Parlament-Text
Was mit grausam gemeint ist, ist wieder so ein ‚Gummi-Ding‘, das wohl nach belieben ausgelegt wird. Tönt gut für Famielienfreundliche Politiker, ist aber ein de facto Shooter-Verbot, den jedes Schiessen auf Personen ist doch im Prinzip ‚grausam‘ (wenn mans so nehmen will).

Der Nationalrat hat die Motion bereits angenommen, nun kommt sie vor den Ständerat. Der Bundesrat empfiehlt die Ablehnung.

Gegenwind ist langsam aber sicher auch von den Gamern zu spüren, so haben sich viele in dem Verein „Gamerights“ engagiert und kämpfen dort für ihr Recht zu spielen. Als Reaktion auf die Parlamentsdebatte um Killerspiele, ist neu auch ein Bündnis geschaffen worden, das gegen diese Attacken mit einer Petition Unterschriften sammelt.

Bitte unterstützt die Petition gegen das Verbot mit eurer Unterschrift auf www.pro-jugendkultur.ch

Randnotiz: Auch in Deutschland wird gegen solche Verbote mobilsiert und auch demonstriert