E-Sport under Attack!

Die Attacken auf die Spieler von Spielen mit Gewaltdarstellung nehmen nicht ab, und Verbots-forderungen erleben ihre Höhepunkte jeweils wenn ein Amokläufer durchdreht und bei ihm zuhause ein Videospiel wie Counter-Strike gefunden wird. Das game wird zum Sündenbock, die Thematik emotional ausgeschlachtet. Das es die Medien dabei mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, ist unlängst klar. Es gibt aber auch z.T. heftige Kritik innerhalb der Game-Community, welche sich an Programmierern stört, die solche Diskussionen provoziert. Früher warens die Filme, heute sind die Spiele das Verbotsobjekt.

Die Nachwehen solcher Forderungen erleben wir nun in parlamentarischen Vorstössen: eine Bundesrätliche Komission verlangte auf Druck von Politikern nun, das der Bundesrat sich den spielen annehmen müsse. In einer Motion von Alleman Ivi, verlangt diese nun krasse Methoden:

Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine gesetzliche Grundlage vorzulegen, die es erlaubt, die Herstellung, das Anpreisen, die Einfuhr, den Verkauf und die Weitergabe von Spielprogrammen zu verbieten, in denen grausame Gewalttätigkeiten gegen Menschen und menschenähnliche Wesen zum Spielerfolg beitragen

siehe auch: Parlament-Text
Was mit grausam gemeint ist, ist wieder so ein ‚Gummi-Ding‘, das wohl nach belieben ausgelegt wird. Tönt gut für Famielienfreundliche Politiker, ist aber ein de facto Shooter-Verbot, den jedes Schiessen auf Personen ist doch im Prinzip ‚grausam‘ (wenn mans so nehmen will).

Der Nationalrat hat die Motion bereits angenommen, nun kommt sie vor den Ständerat. Der Bundesrat empfiehlt die Ablehnung.

Gegenwind ist langsam aber sicher auch von den Gamern zu spüren, so haben sich viele in dem Verein „Gamerights“ engagiert und kämpfen dort für ihr Recht zu spielen. Als Reaktion auf die Parlamentsdebatte um Killerspiele, ist neu auch ein Bündnis geschaffen worden, das gegen diese Attacken mit einer Petition Unterschriften sammelt.

Bitte unterstützt die Petition gegen das Verbot mit eurer Unterschrift auf www.pro-jugendkultur.ch

Randnotiz: Auch in Deutschland wird gegen solche Verbote mobilsiert und auch demonstriert


2 Antworten auf “E-Sport under Attack!”


  1. 1 Nachbar 20. Februar 2010 um 16:31 Uhr

    Da die Hetze gegen Computer- und Videospiele in der Schweiz anscheined bis in die Wortwahl identisch mit der in Deutschland ist, würd mich interessieren, ob das in anderen Feldern genauso läuft. Gibts in der Schweiz auch Forderungen nach der Zensur des Internets durch die Polizei? Werden auch alle Emails, SMS und Telefongespräche aller Bürger präventiv überwacht?

  2. 2 cnt-fai 22. Februar 2010 um 10:13 Uhr

    auf folgendem link sollte deine frage mehr oder weniger beantwortet werden
    http://www.woz.ch/artikel/inhalt/2009/nr29/Schweiz/18143.html

    ansonsten gibts auf www.immerda.ch noch eine auswahl an artikel zum thema

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