Archiv für Juni 2009

Samstag 20.Juni 2009: Fest der Kulturen in Visp

Wie jedes Jahr findet an diesem Samstag wieder das Fest der Kulturen in Visp statt. Das Fest beginnt um 11:00 Uhr und dauert bis 22:00 Uhr. Es gibt ein musikalisches Rahmenprogramm, folklorische Tänze und leckeres Essen aus verschiednene Ländern. Das genaue Programm findet ihr hier.

Homophober Leserbrief im Walliser Boten veröffentlicht

Mit Erschrecken haben wir im WB („Walliser Boten“) am 17.6.09 folgenden homophoben Leserbrief endteckt. Solche LeserInnenbriefe finden sich immer wieder im WB und wir sind zu der Meinung gekommen diese nun anzuprangern. Das Wallis gilt nicht nur für Homosexuelle schon immer als konservativer Kanton. Homosexualität im Wallis gilt immer noch als Tabu. So ziehen häufig homosexuelle Menschen weg aus ihren Heimatorten, da sie dort ihre Homosexualität gar nicht, oder nur schwer offen ausleben können. Denn im katholischen Wallis gilt Homosexualität noch immer als unrein, für manche sogar als (heilbare) Krankheit. In den grösseren wie in den kleineren Orten wird ein Comingout zum Dorf/Stadtgespräch, homophobe Witze und Klisches folgen. Auch wenn es einige bekanntere Homosexuelle OberwalliserInnen gibt, so leben diese doch mehrheitlich nicht im Kanton Wallis. Das dieser homophoben Grundstimmung, welche von der katholischen Kirche immer wieder geschürrt wird noch Nährboden geboten wird, ist ein Skandal. Um zu sehen welches Ausmass diese LeserInnenbriefe einnehmen, veröffentlichen wir hier nun einen aktuellen. Wir distanzieren uns natürlich aufs Schärfste und fordern den WB auf solche LeserInnenbriefe in Zukunft nicht mehr zu veröffentlichen!
Der Leserbrief versteht sich auf eine Antwort zu einem Aritkel zur EuroPride (Artikel vom WB 12. Juni 2009). Wir veröffentliche in im genauen Wortlaut wie im WB pupliziert.
Geschrieben hat ihn Walther Zehnder Zürich/Brig

Homosexualität zelebrieren?
Veranstaltungen wie die Euro-Priede-Parade in Zürich (grösster europäischer Anlass von lesbischen, schwulen, bi- und transexuellen Menschen) missfallen Gott. Pinguinen- Schwulsein (?!), lesbische Zürcher Stadtpräsidentin, 15′000 bis 20′000 Teilnehmer (nicht 50′000!), Weltoffenheit, Liberalität, Wertpluralismus und neue Toleranz hin oder her. Gottes Geschenk der Sexualität wird so missbraucht und unbiblisch zelebriert. Moral und Sexualität sind nacht Gott nicht frei wählbar. Homosexualität verstösst gegen seine Schöpfungsordnung und gegen sein Eheverständnis. Wahre Christen reden aber Klartext, wie Gott ihn will, vertuschen und verharmlosen nicht. Sie sagen, besonders unseren Kindern zuliebe, dass Homosexualität nach Gott kein alternativer Lebensstil, keine normale, natürliche Variante menschlicher Sexualität ist. Christen sollten Homosexuelle wie auch andere Sündige durch Gebet und Seelsorge freundlich zur Umkehr bewegen. begleiten, nicht ablehnen. Gott will, dass niemand verloren geht (Joh. 3,16). Jesus ist für alle gestorben und vergibt denen, die an ihn glauben, ihm ihre Sünden bekennen, sie bereuen und umkehren (Joh. 1,12; Röm. 10,13).

Für alle nicht Bibelkenner, die Schlusssätze hat der homophobe Walter nicht selber geschrieben, es handelt sich um Bibelzitate.

Wir fordern nochmal: Solche LeserInnenbriefe haben in keiner Zeitung etwas verloren! Homophobie keinen Platz bieten, weder in Zeitungen noch anderswo!