Archiv für Februar 2009

Eine Kritik am Nix-Gut Imperium

Nix Gut prägt die deutschsprachige Punkrock-, Oi- und Hardcore-Szene wie kein anderer. Nix gut vertreibt Sampler, viel Merchandise, Fanzines, ist auch Konzertorganisator und so findet sich heute kaum mehr eine bekannte Punkrock-Band die nicht zum Nixgut-Imperium gehört.

Taugenix Sampler und Fanzine, Schlachtrufe und Punkinvasion Sampler (Vertriebsrechte gekauft) und Konzerte, Nixgut Mailorder, Records, punkload.de und Sampler wie Es lebe der Punk oder Chaos, Bier + Anarchie. Dies nur wenige Beispiele wo Nix-Gut überall seine Finger im Spiel hat. Heute findet sich kaum eine CD von einer bekannten deutsch-Punkrock Kapelle wo kein Logo von ihnen zu finden ist. Wie man aus der Punk und Oi Szene Geld scheffeln kann, das haben sie gelernt und studiert. Ihr Spektrum reicht dabei von krassester Staatskritik bis hinüber zu Christlichen Punk und Oi-Bands.

Ein Blick auf die Nixgut-Seite bestätigt den ersten Eindruck eines grossen Imperiums, denn es wird hier z.T. mit Kommerz-BlinkBlink-Anzeigen auf die vielen Zweige hingewiesen. Man gibt sich Systemkritisch, scheisst auf Kapitalismus und co. Jedoch finden sich bei Nixgut auch überrissen teure Kleidungsstücke, welche nichts mehr mit einem fairen Preis sondern nur noch mit Geldmacherei zu tun haben und es ja sumasumaro auch ist. Bald jeder Punkrockhörer (in) kauft heute bei Nixgut ein, bald jeder hat irgendwo ein ‚Nixgut Road-Crew‘ mit einem schönen Rücken- Aufdruck „Ich kaufe bei Nixgut“ zuhause. Dies wird für andere Labels zum Problem denn sie haben als Subkultur eine schon genug schwer zu erreichende Hörerschaft, welchem nun Nixgut gegenübersteht und sich eine Art Monopol-Stellung darauf gesichert hat. Wer Punk Sachen kaufen will, der findet sie natürlich bei NixGut – das ist allgemein bekannt. Vergleichbar ist die Situation mit grossen Warenhausketten.
Mensch geht lieber in einen grossen Laden einkaufen wo er alles kriegt anstatt in kleine wo er nur vergleichsweise 1/3 erhält. Es ist leicht grosse Ketten wie McDonalds zu kritisieren, interessant wird’s aber erst jetzt wenn diese Verkaufsschemen auch in den Bereich Subkultur vordringen und sich damit nicht nur als Last der „Standard“-Bürger offenbaren.

Zur Schlachtrufe BRD-Vermarktung: Schlachtrufe ist tief im Deutschpunk verwurzelt, früher aber von A.M. produziert und vertrieben. Es ist daher nur logisch wenn Imperien die Vertriebsrechte hierfür kurzerhand aufkaufen und selbst bestimmen was draufkommt und was nicht. Wenn da noch ein anderer Sampler ist wie die „Punkinvasion“ wird doch der auch gleich mitgekauft. Doch leider wird die Schlachtrufe unter Nixgut nur ein Sampler von vielen, der zwar speziell ist, aber bei Nixgut halt einer von vielen. So verwundert es auch nicht, das die neue Schlachtrufe BRD 9, der bekannteste dt. Punkrock-Sampler so schwach ausgefallen ist, viele Songs waren schon auf anderen Samplern und konnten wohl drum nicht mehr auf die Schlachtrufe. Für Nixgut ist er allerdings weiterhin eine gute Einnahmequelle, welche sich auch dementsprechend vermarkten lässt. Konzerte wie die Schlachtrufe BRD-Tour sind da nur die Spitze des Eisbergs.

Die Schlachtrufe wird heute kräftig durch Nixgut angeworben und es gibt auch eine gleichnamige Tour. Shirts,Plakate und vieles mehr zeigen das hinter der Schlachtrufe ein Geld-mach-orientiertes Unternehmen steckt. Schade drum.

Der Artikel heute kommt übrigens gerade richtig den am Abend findet wieder ein gross angepriessenes Schlachtrufe BRD-Konzert in Wetzikon, Zureich statt.

Zum Schluss: Scheiss auf Nix gut – D.I.Y!

Die neue Rote Anneliese ist da

Die RA berichtet in der neusten Ausgabe über folgende Themen:



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