Zum Glück: Tele Oberwallis bekommt keine Konzession!!

Wers nicht kennt kann sich glücklich schätzen, die Rede ist vom Tele Oberwallis. Ein Zusammenschluss der Oberwalliser Medien WB (Walliser Bote), RZ (Rhone Zeitung) und RRO (Radio Rottu Oberwallis), welche krampfhaft für ein Oberwalliser TV-Sender kämpfen. Sprüche wie wir wollen kein “welsches” Fernsehe, begleiteten die Werbetour, für eine eigenständige Konzession vom Bundesrat. Zum Glück hat wenigstens noch der Bundesrat ein bisschen Verständnis für Qualität. Obwohl wir den Unterwalliser Regionalsender Canal 9 nicht als Medium schlecht hin loben möchten, müssen wir aber objektiv eingestehen, professioneller als die Clowns von Tele Oberwallis ist der Sender alle mal.

Dies dürfte die leidenden ZuschauerInnen von Tele Oberwallis nicht überraschen. Tele Oberwallis sendet, in regelmässigen Abständen, mehr oder weniger die gleichen Bilder. Die schon präsenten Medien bekommen mittels Magazinen noch mehr puplizitäts Möglichkeiten. So gibt es z.B. das RZ-Magazin, welches bei der Euro 2008 zu höchst Form auflief und einen Bericht zu mehr als 1/4 mit Material der Grossleinwand von der Visper Euro Arena zeigte. Der Walliser Bote trumpft mit seinem WB-Talk auf. Hier können WB-Freundliche Menschen zu Fragen aus dem Hause Rieder Stellung nehmen. Die Gesprächsrunden sind so spannend und informativ, wie die Berichte über Schwarznasenschaf-Vereine.

Als alltägliches Highlight auf Tele Oberwallis gilt, bei ZuschauerInnen und MacherInnen, ganz klar die qualitativen und professionellen Nachrichten. KennerInnen des Senders fällt bei Gelegenheit wohl die Ähnlichkeit zu RRO-News auf, dies erklärt auch die (nicht vorhandene) Fülle an Bildmaterial zu den Ereignissen.

Nicht nur bei den News, sondern bei allen Sendungen fallen die total überforderten ModeratorInnen auf. Diese Menschen so grausam vor einer Kamera zu präsentieren grenzt an Menschenrechtsverletzungen. Total überfordert mit der Materie werden die meisten “ReporterInnen” einfach ins kalte Wasser geworfen. Dies kommt davon, das die Reporter PraktikantInnen aus dem RRO-Haus sind, diese wurden von einem Tag auf den andern zu VJ (Video-Journalisten) befördert. Bei Ereignissen fehlt ihnen demnach das Wissen, aber auch die Motivation Geschehnisse informativ aufzunehmen und später wiederzugeben. Meist stehen sie mit 1-2 Leuten bei einem Ereignis, wissen aber nicht recht was jetzt genau tun ist.
Als Gratistipp zur Layout-Verbesserung empfehlen wir den Programmchefs, sich evtl. mal von dem penetrantem grünem Hintergrund zu verabschieden.

Bevor wir uns für einen Oberwalliser TV-Sender einsetzen fordern wir erstmals eine Abkehr von der Diktatur der Medien durch die C-Parteien. Die Konsequente Zensur gegenüber der linken Bewegung im Oberwallis muss Einhalt geboten werden. Jegliche Aktionen der jungen Linken werden im Walliser Boten nur widerwillig bzw. gar nicht erwähnt. So geschehen bei den Aktionen gegen das Visper Polizeireglement und bei den Gegenaktionen zur SVP-Delegiertenversammlung in Brig.
Beinahe alle Linken Organisationen können ein Lied von der Handhabung der Oberwalliser Medien singen.

So durfte sich, als eines der letzten Opfer, die Rote Anneliese über die Menigs-Diktatur freuen. Das patriarchalische Oberhaupt Ferdinand Mengis sprach ein Machtwort gegen ,die bisher üblichen Ankündigung, einer neuen RA-Ausgabe mittels Schlagzeilen-Inserat. Auch die Unia Jugend Oberwallis gibt, nach Anfrage von uns zu, dass sich gewisse Probleme mit den Medien im Oberwallis ergeben. Uns erwähnt ein Mitglied der Gruppe die Probleme bei eingereichten Artikel. Bei verschiedenen Informationsveranstaltungen wurde der eingereichte Text erst am selbigen Tag publiziert. Dies obwohl die Medienmitteilung frühzeitig zugestellt worden ist. Am Anfang war sogar eine Nachfrage beim Walliser Boten nötig um mit einem Abdruck rechnen zu können. Auch die Antifa Oberwallis informierte uns schon vor einiger Zeit mit der kuriosen Meldung, dass ihre Demonstration (Das Wallis bunt statt braun!) im Walliser Boten unter: Demonstration neonazistischer Aktivitäten (in der Rubrik: Was läuft heute?) erwähnt worden ist. Daher sei sie nicht überrascht gewesen, dass ein Teil der Bevölkerung gemeint habe es handle sich um eine Demonstration der Neonazis.

Mittels dieser Beispiele wird mehr als klar, dass es im (Ober-) Wallis eine gegen Öffentlichkeit braucht. Wir sehen uns daher solidarisch mit den einzelnen Projekten bei uns! (Wir erwähnen sie hier gerne; Rote Anneliese, Schwarz Schaf, Koopera, Free Wallis und uns)


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