Die Sachlage ist klar, die Lonza hat den Kollektiv-Arbeitsvertrag (KAV) gekündigt.
Die Gewerkschaften Unia und Syna haben daraufhin Kampfmassnahmen angekündigt.
Die Lonza will die Arbeitszeit der KAV-Angestellten erhöhen. Diese Erhöhung hat die Kostensenkung des Betriebs zum Ziel. Jedoch schreibt die Lonza seit Jahren schwarze Zahlen. Sie erhöht ihren Gewinn von Jahr zu Jahr kontinuierlich. Jetzt soll noch mehr Gewinn auf Kosten der ArbeiterInnen erziehlt werden.
Die Lonza ArbeiterInnen haben auf der Belegschaftsversammlung vom 6. Februar einstimmig eine 10 Punkte Resolution verabschiedet. Die Gewerkschaft Syna hat dabei auch die Erhöhung der Arbeitszeit als nicht tolerierbar erkannt.
Doch 16 Tage später scheint die christliche Gewerkschaft von allen guten Geistern verlassen zu sein. Ohne Absprache mit den eigenen Mitliedern, oder der Betriebskommission hat die Syna, ihrer Tradition gemäss nichts neues, Geheimgespräche mit der Lonza Direktion geführt.
Dies obwohl die Verhandlungen über die Erneuerung des KAVs noch gar nicht begonnen haben.
Doch damit ist der Bock noch nicht abgeschossen, nein Resolutionspunkt Nummer 1. (Gegen die Arbeitszeiterhöhung) ging innert 2 Wochen bei der Syna vergessen. Die Syna offeriert der Lonza nämlich folgende Kniebeuge: „Zur Investition und damit zur Stärkung des Standortes Lonza Visp leisten die KAV-Miterbeiterinnen und Mitarbeiter einen Ausbildungsbeitrag von durchschnittlich 5 Tage pro Jahr.“ (Weitere Punkte siehe in der Montags Click Sonderausgabe)
Spätestens jetzt sollte auch die letzten Angestellten gemerkt haben das mit der Syna keine Arbeitskämpfe ausgefochten, oder gar gewonnen werden können. Die Syna verhandelt lieber ohne Rücksprache mit ihren Mitgliedern. Was für Fortschritte dabei heraus kommen ist einer Gewerkschaft mehr als unwürdig!
Wir rufen die ArbeiterInnen des KAVs dazu auf ihre Mitgliedschaft bei der Syna zu kündigen und zusammen mit der Unia für einen fairen KAV zu kämpfen, denn mit der Syna ist dies ganz klar nicht möglich!
Solidarisiert euch mit den Lonza ArbeiterInnen!
