Archiv für Dezember 2006

Langenthal: Nazis durften demonstrieren – auf Antifas wurde geschossen

[zugesandt]Um die 100 Personnen folgten diesen Samstag dem Aufruf der rechtsextremen Partei PNOS zur Platzkundgebung gegen den geplanten Minarretbau in Langenthal. Die Demonstration wurde von der Polizei bewilligt und musste schliesslich auch mit einem Grossaufgebot beschützt werden. Ebenfalls 100 Personnen organisierten sich unter der Hand zu einer spontanen Antifa-demonstration gegen Faschismus[…], die vom Bahnhof aus startete. Nachdem die AntifaschistInnen den Dialog mit der Polizei verwehrten, griff die sichtlich mit der Situation überforderte Polizei die Demonstration mit Gummischrott an…

Die rechtsextreme Partei PNOS rief auf ihrer Homepage ab Mittwoch zur Demonstration bzw. Platzkundgebung in Langenthal am Samstag Nachmittag auf. Die Demonstration richtete sich gegen den geplanten Minarretbau ,gegen „kulturfremde Bauten“ und fand am Platz dort wo das Minarret gebaut werden soll statt. Rund 100 Personnen erschienen schliesslich und lauschten den beiden nationalistisch orientierten Rednern Dominic Lüthard(stellvertretender Vorsitzender der PNOS Langenthal) und Stefan Wüthrich(Vorsitzender der PNOS Langenthal) und dem Anlass-Eröffner Stadtrat Tobias Hirschi. Im vornherein distanzierte sich das Komitee „Stopp Minarretbau“ von der Pnos und ihrer Kundgebung. Warum wird schnell klar wenn man nur schon die Redner genauer unter das Auge nimmt.

Tobias Hirschi der den Anlass eröffnete marschierte am 1.Mai 2005 in Solothurn an einer unbewiligten Neonazi-Demo mit einem Transparent auf das die PNOS Langenthal mitverfasst hat und laut Anklage das „Weltjudentum“ als Regierer der Arbeiter darstelle.Angeklagt ist er momentan wegen Landesfriedesnbruch und Rassendiskriminierung und sitzt seit 24.Oktober 04 im Langenthaler Stadtrat für die PNOS.
Auch dabei war er am 1.August am Rütli als Neonazis Bundesrat Samuel Schmid auspfiffen und lief bei der nachfolgenden (unbewilligten) Demondtration an vordester Front mit.

Stefan Wüthrich ist Ortsgruppen Leiter der PNOS Langenthal und Umgebung und war der erste Webmaster der HJ(Helvetischen Jugend). „Das sinnige Kürzel lehnt an die Hitlerjugend (HJ) im nationalsozialistischen Deutschland an und verweist schon so auf ihre politische Ausrichtung. Die Ziele der Helvetischen Jugend, die auf der von Stefan Wüthrich betreuten Homepage nachzulesen sind, tragen eindeutig neonazistische Züge. So fordert die Helvetische Jugend unter anderem «die Rückführung kulturfremder Ausländer», «Internierungslager für Asylbewerber». Und: «Die PNOS muss in unsere Demokratie aufgenommen werden». Schon hier wird die Nähe zur PNOS deutlich.“ so die Antifa Bern in einer Mitteilung vom 08.12.04

Dominik Lüthard (alias ‚gixu‘) wirkte im September 2006 an vorderster Front bei zwei Angriffen auf das Langenthaler Kulturzentrum LaKuZ mit – das Alternativlokal wurde weitgehend verwüstet. Die entfesselten Naziskins attackieren zudem eine türkische Familie. Wegen Raufhandels und Landfriedensbruchs wird Dominic Lüthard später in zweiter Instanz zu acht Tagen bedingt und 700 Franken Busse verurteilt.
Vor allem aber ist Dominic Lüthard Sänger der Berner Rechts-Rock-Band „Indiziert“. Das Quartett, dem vier gestandene Mitglieder der Neonaziszene angehören und das auch schon für die rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) aufgespielt hat, hat sich mit seinem Erstling „Eidgenössischer Widerstand“ in Deutschland zünftigen Ärger eingehandelt. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat die CD wegen rassistischer Elemente, die teils direkt an die Rassenlehre der Nationalsozialisten anknüpfen, verboten. Sie darf in Deutschland weder verkauft noch beworben werden.

Doch nun zur Antifa Demo

Unter der Hand wurde zu einer antifaschistischen Demonstration in Langenthal aufgerufen. Bei der Ankunft der ersten Gruppe Antifas waren nur einzelne Polizisten in Demomontur und mit Gummischrott anwesend und waren ziemlich erstaunt. Nach einer kurzen Wartezeit auf die 2-te Gruppe konnte die Demonstration starten und führte 100-200 Meter lautstark einer Strasse entlang. Zwischenzeitlich schlossen sich einzelne Personnen der Demonstration spontan an,während die Polizei am Megafon energisch versuchte einen „Verhandlungsmann“ für die Demo ausfindig zu machen. Wenig später blockierte die Polizei die Strasse allerdings schnell und es wurde/musste auf eine Querstrasse augewichen werden. Daraufhin fand man sich auf einem Kreisel wieder bei der die Polizei den Kessel schloss.
Die Polizei schoss ohne Vorwarnung und ohne Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstandes(Der offizielle Mindestabstand beträgt 20m) beim Abfeuern von Gummischrott durch Polizeibeamte auf die Antifas los. Es wurde dann auch von der Polizei mitgeteilt das wenn man nicht diskutieren wolle sie weiter gegen die Demonstration handeln würden. Die Polizei suchte ein weiteres mal einen Verhandlungsmann worauf die Antifas beschlossen zurück zum Bahnhof zu laufen und dies der Polizei auch klargemacht wurde. Während der Chef der Polizei aufgeregt veruschte seine Vorgsetzten zu unterrichten durchbrach man mit erhobenen Händen die Polizeikette und machte sich mit auf der Seite laufenden Grenadieren der Polizei auf den Weg zum Bahnhof.
Am Bahnhof angekommen wurde wieder eine Rede gehalten und auch wenig später gab die Polizei ihr OK (bzw. Bewilligung) für eine Platzkundgebung. Immer wieder nahm die Polizei Personnen ausserhalb des Bahnhof-kessels bzw. „Platzkundgebung“ fest. Ein paar Minuten später bestieg die meisten dann den Zug Richtung Bern. In Bern angekommen wurde dann noch eine Spontandemonstration durch den Berner Bahnhof bis zur Reitschule Bern durchgeführt.

Keine Ruhe für die PNOS!
Antifaschistisch aktiv werden – Der PNOS den Schafspelz runtersäbeln!

Zeughaus Brig-Glis: Stadtrat pfeift auf Arbeitsgruppe

Überstürzt hat die Stadtgemeinde Brig-Glis letzte Woche mitgeteilt, das sie das schon länger nicht mehr von der Armee benutzte „Zeughaus“aufgekauft und sogleich auch weitervermieten werde. Obwohl sich die Stadtgemeinde für einen öffentlichen Nutzen aussprach, machen sie ihre Machtposition geltend und entschieden sich gegen einen Vorschlag, der eine Arbeitsgruppe zur genauen und fairen Abklärung der Interessen und Ideen der Bevölkerung vorsah.
Offensichtlich will der Stadtrat die Gebäude „Rucki-Zucki“ wegkriegen.

In einem WB Artikel vom 6.Dezember teilte die Stadtgemeinde Brig-Glis mit das sie das schon länger nicht mehr von der Armee genutzte Zeughaus in Glis für mehrere Millionen Franken gekauft hat. Sie teilten der überraschten Bevölkerung aber auch gleich mit das sie mit mehreren potenziellen Mieteren gesprochen haben, also Vorgespräche geführt haben. Die POST sei interessiert und auch dieBrockenstube habe Interesse am kleineren Haus angemeldet.
Die Stadtgemeinde sagte das sie in Teil des Areals für den Öffentlichen Nutzen zu Verfügung stellen lassen will.

Die CSP Ortspartei Brig-Glis Brigerbad kritsierte die Stadtpräsidentin über die eilige Mitteilung der Vergabe.
Sie forderte zur genauen Überprüfung der Nutzungsinteressen seitens der Bevölkerung eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen die sich mit den konkreten Projekt- und Nutzungsideen auseinandersetzt. „In einer derartigen Gruppe müssen interessierte Vereinsvorstände, Kulturschaffende und Jugendliche mitdiskutieren und ihre Ideen einbringen können. “ so die CSP Ortspartei

Wie die Stadtpräsidentin gestern nun den Medien mitteilt, interessiere den Stadtrat eine Arbeitsgruppe nicht..Die Verträge mit möglichen Mietern stünden kurz vor Abschluss. Und überhaupt habe das der Stadtrat zu entscheiden an wenn das Areal geht.

Es kommt der Eindruck auf das der Stadtrat die Gebäude so schnell als möglich,entgegen einer faieren und genauen Prüfung zur Nutzung durch die Bevölkerung,wegkriegen d.h. weitervermieten will.
Wer die Macht hat…