Archiv für Oktober 2006

Aldi: Repressive und ausbeuterische Tätigkeiten auch in der Schweiz

In Deutschland kennt Aldi jeder, und auch in der Schweiz will der billig-Discounter Fuss fassen. Seit einem Halben Jahr ist die erste Aldi Filiale in der Schweiz erröffnet, in Eyholz,VS seit dem April. Bei genauerem Hinsehen lässt sich aber auch hier eines erkennen: Hinter den Billig Preisen steckt eine ausgeklügelte Maschinerie die unter anderem auf Ausbeutung und repressiver Massnahmen basiert wie die Gewerkschaft UNIA mitteilt.

Aldi Suisse behauptet von sich selbst in einer Darstellung auf der eigenen Homepage, dass das Unternehmen ein verlässlicher und fairer Partner für Mitarbeitende sei. Nach einem Jahr konkreter Erfahrung mit der Detailhandelskette in der Schweiz wissen sowohl die Beschäftigten als auch die Gewerkschaft Unia, wie dies verstanden werden muss:

-Ausser der Filialleitung wird das Personal in aller Regel nur zu 50 Prozent angestellt. Aldi spart so unter anderem Pensionskassen- und Sozialversicherungsbeiträge, schafft sich auf billige Weise eine flexible Arbeitskräftereserve und verhindert die Bildung von starken Teams. Zudem verbietet Aldi seinen Mitarbeitenden per Vertrag, bei einem anderen Detailhändler eine ergänzende Anstellung anzunehmen, obwohl die Firma selbst nur eine Teilzeit-Beschäftigung anbietet.

-Bei Aldi wird auf Repression und gegenseitige Bespitzelung gesetzt. Wer z.B. eine Kollegin / einen Kollegen, der gegen eine interne Weisung verstösst, nicht beim Chef denunziert, riskiert eine fristlose Entlassung. Gleiches droht scheinbar den Beschäftigten auch, wenn sie gegenüber einer Gewerkschaft oder den Medien Auskunft über die Anstellungsbedingungen geben oder gar mit der Gewerkschaft in Kontakt treten und sich organisieren wollen.

-Für ehrenamtliche Tätigkeiten (z.B. auch in einer Gewerkschaft oder in einer politischen Partei) muss eine Bewilligung eingeholt werden.

-Sichtbare Körper-Piercings sind verboten. Weitere Einschränkungen der Persönlichkeitsrechte müssen in Kauf genommen werden.

Trotz verschiedener Aufforderungen der Gewerkschaft Unia weigerte sich Aldi Suisse bisher, irgendwelche Gespräche über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu führen. Wer mit den Arbeitsbedingungen und dem Arbeitsvertrag nicht einverstanden sei, könne sich ja beim Filialleiter melden, beschied Aldi der Gewerkschaft. Die Mitarbeitenden können sich die Konsequenzen einer solchen kritischen Intervention beim Filialleiter selbst ausmalen.

Natürlich lehnte es das Unternehmen bisher auch immer ab, auf Verhandlungen über einen möglichen Gesamtarbeitsvertrag GAV überhaupt einzutreten.

Ein Jahr nach dem Eintritt von Aldi auf den schweizerischen Markt muss festgestellt werden, dass hier das gleiche unsoziale, unfaire und gewerkschaftsfeindliche Konzept wie in Deutschland umgesetzt wird. Die Leidtragenden sind die Beschäftigten, die mit respekt- und rücksichtslosen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden und so den Preis für die aggressive Expansionspolitik des Unternehmens bezahlen.

Unia fordert von Aldi Suisse konkret:

-Korrektur der unfairen und unhaltbaren Anstellungsbedingungen
-Respektvollen Umgang mit dem Personal und Garantie der Grund– und Persönlichkeitsrechte
-Sofortigen Verzicht auf antigewerkschaftliche Repression und Gewährung der verfassungsmässigen Gewerkschaftsrechte
-Aufnahme von Gesprächen mit der Gewerkschaft Unia über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und einen möglichen GAV.

weiterführende Informationen:

Gewerkschaft UNIA

„Ultimatives Leben“ – Weg damit!

Seit mehreren Wochen sind im Oberwallis wieder mehr und mehr Plakate der Gruppe „Universelles Leben“ aufgetaucht. Hinter Universelles Leben versteckt sich eine totalitäre Sekte die mehr als nur eine einfache Religionsgemeinschaft darstellt.

Die Ursprüngliche Bezeichnung war eigentlich „Heimholungswerk Jesu Christi“, doch seit 1984 trägt die Gruppe den Namen Universelles Leben oder einfach „UL“. Ul Anhänger glauben an die Lehren von Gabriela Wittek. Witteks Prophezeiungen seien „Offenbarungen“ Christus und/oder anderen „Geistwesen“. Nach dem Tod von Wittek’s Mutter soll sie nun angeblich wieder mir ihr „spirituell“ sprechen zu können. Auch ein „„Bruder Emmanuel“ sowie Jesus Christsu sei ihr höchstperönlich erschienen.Erschienen? Mit ihm gequatscht hat sie angeblich auch. Und das soll am 18. April 1987 geschehen sein. Er habe mit ihr über den „inneren Weg“ geredet. Der „Innere Weg“ ist ein mystisch Anmutender Schulungsweg nach dem Jesus in allen Lebensformen zu finden ist. Unter anderem seien die Schriften der Bibel von dern Kirchenväter bewusst verfälscht und mit unwahrheiten versehen worden. Die Lehre von UL kann man aber nicht nur als reine „christliche“ deklarieren. Vielmehr setzt sie sich aus christlich, hinduistisch und gnostisch Inhalten zusammen. So glauben UL Anhänger zumB. auch an die Wiedergeburt sowie das Karma. UL-Anhänger streben den Zustand des „fortgeschrittenen Menschen“ an. Diesen Zustand zu erreichen heisst: Keine Drogen, Kein Fleisch sowie bestimmte Lebensmittel und nur wenig Sex.
Genaue zahlen über die Anzahl an Ul-Anhängern gibt es nicht, jedoch schätzt man die Zahl zwischen 10′000 und 100′000 weltweit.Die Tätigkeit des Universellen Lebens konzentriert sich auf Bayern, die Organisation ist aber auch in anderen Regionen Deutschlands sowie in Österreich, Italien und in der Schweiz aktiv.

Hinter der lehre der UL verstecken sich aber auch antisemtische Lehren.
Zitat aus: Ganriela Wittek – Das ist mein Wort

Auf diese Weise werden viele zum Judas. Sie werden dafür zu tragen haben – wenn nicht mehr in dieser Einverleibung, dann in den Seelenreichen oder in einer der nächsten Fleischwerdungen; denn der was der Mensch sät, das wird er ernten. Seit nahezu 2000 Jahren ernten die Juden von einer Fleischwerdung zur anderen, was sie damals und auch in ihren weiteren Einverleibungen gesät haben – bis sie ihren Erlöser an- und aufnehmen und das bereuen, was sie verursacht haben.

Soll heissen: die Juden sind für die Judenverfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus selbst verantwortlich. Und es ist nicht das einzige antisemitische Zitat.

In der BRd nimmt der Widerstand gegen die Sekte zu und kann als vielfälltig gesehen werden. So werden ZumB. regelmässig Plakate der UL kreativ verändert. So hat sich nach den zehlreichen Plakate-Veränderungs Aktionen nun auch ein Wettbewerb gebildet. Unter dem Motto „Schöner Leben ohne Gabi“ klebt man um die Wette.

weiterführende Informationen:
Wikipedia – Universelles Leben
-UL Doku- Kiritk und Widerstand gegen die Sekte UL
Freedom of Speech
maqi.de