Archiv für Juli 2006

Oberwalliser Neonazis gehen anscheinend nicht aufs Rütli

Laut einem Interview in der Rhone Zeitung gehen die Oberwalliser Neonazis nicht aufs Rütli.
Ein 26 jähriger Neonazis wird mit folgenden Worten zitiert: “ Von uns wird niemand organisiert aufs Rütli gehen.“ Nicht organisiert bedeutet aber keineswegs, dass wirklich keine Oberwalliser Neonazis da sein werden. Auf die Bemerkung der Rhone Zeitung, dass letztes Jahr aber auch Walliser Fahnen auf dem Rütli zu sehen waren, gibt der Neonazi zur Antwort: „Ich kenne die Leute nicht, die mit den Walliser Fahnen auf dem Rütli aufmarschiert sind. Ich vermute die kamen aus dem Unterwallis.“ Dies ist aber stark zu bezweifeln. Erstens ist die Oberwalliser Neonaziszene nicht so schlecht organisiert und vernetzt, wie es der Bevölkerung weiss gemacht wird. Ein klarer Beweis, ist das Neonazikonzert in Gamsen. Zweitens kann es gut sein, dass Neonazis aus dem Oberwallis auf dem Rütli waren und sein werden.
Das der befragte Neonazi seine Kollegen nicht offen preisgeben würde ist selbstverständlich. Nicht zu vergessen sind die guten Kontakte innerhalb der Schweizerneonaziszene, die Rütlifeier wäre geeignet um sich unter Kameraden zu treffen.

Der Neonazi gibt auch bekannt wo sich die Mehrheit der Oberwalliser Neonazis treffen werden. “ Wir feiern die 1. August-Feier traditionell im Wallis, auf dem Glishorn“, gibt er der RZ Auskunft.
Dies ist keineswegs zu verharmlosen, denn diese Party gehört
verboten. Das auf dem Glishorn nicht weniger Nazi-Ideologien verbreitet werden, als an einem Konzert wie in Gamsen, ist selbstverständlich.
Ebenso besteht die Möglichkeit, dass so genannte Kameraden aus anderen Kantonen, oder Ländern der Feier beiwohnen werden. Daher wäre es das Mindeste das die Polizei die Feier kontrolliert.

Neonazi Partys nirgendwo!!!! Weder draussen noch drinnen!!!

Freiheit für Erdogan E

free erdogan

Erdogan ist ein politscher Flüchtling aus der Türkei. Da er schon als Jugendlicher in der Türkei politisch aktiv war, wurde er massiver Verfolgung von Seiten des türkischen Staates ausgesetzt. Vor 9 Jahren floh Erdogan aus der Türkei in die Schweiz. Seither besitzt er den F-Ausweis.

Seit dem 21. Februar sitzt Erdogan in Ausschaffungshaft. Zu beginn war Erdogan in Basel . Da sich dort vermehrt Proteste breit machten, wurde Erdogan nach Bern verlegt. Doch die Rechnung ging nicht auf, es kam in Bern ebenfalls zu Protesten. Zuerst mit einer Demonstration von ca. 300 Teilnehmer/innen die ihren Protest vor die türkische Botschaft trugen.Danach begannen die Aktivisten/innen mit Knastspaziergängen vor das Berner Amtsgebäude. Beim ersten Mal konnten die Unterstützer/innen noch ungehindert vor dem Knast ihren Protest kundtun.
Beim 2. Knastspaziergang rückte dann nach ca. 5 Minuten die Polizei an. Doch die Sympathisanten Erdogans waren schneller wieder weg, als dass die Bullen sich angezogen hatten.
Bei der 3. und letzten Kundgebung in Bern wurden die Demonstranten von einem mittelmässig grossem Polizeiaufgebot erwartet. Trotzdem gelang es 3 Aktivisten in den Innenhof des Amtsgebäudes einzudringen. Die Polizei reagierte mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen die Aktivisten vor dem Gebäude.
Die Behörden verlegten Erdogan daraufhin nach Thun. Auch diese Massnahme hat wenig gebracht, denn am darauf folgenden Samstag protestierten ca. 30 Menschen vor dem Gefängnis in Thun. Das übertriebene Aufgebot der Polizei vor dem Amtsgebäude in Bern, wartete wahrscheinlich bis die Meldung kam das die Demonstranten/innen in Tuhn seien.
In Thun soll Erdogan jetzt definitiv bis zum Entscheid bleiben. Auch am letzten Samstag machte sich eine kleine Gruppe auf den Weg vor das Thuner Gefängnis.
Erdogan befindet sich seit dem 11. Juli im Hungerstreik. Seine Hungerstreikserklärung wird von den Gefängniszensoren immer noch zurück gehalten.
Dies sollten genügend Beispiele sein um auf zuzeigen wie die Behörden den Fall heimlich und lautlos erledigen möchten. Darum ist es wichtig eigene Aktionen zu machen oder Aktionen zu unterstützen. Die Ausschaffung muss auf jeden Fall verhindert werden, denn ist erstmal einer Abgeschoben, so fällt die Hemmschwelle weitere auszuschaffen extrem.

Infos über Erdogan gibt’s hier

Jetzt wird auch in Thun für eine Grossdemonstration mobilisiert. Die Demo findet am Samstag 29. Juli in Thun statt. Treffpunkt ist um 14:00 beim Bahnhof in Thun. Kommt zahlreich um euren Protest gegen die Asylpolitik und die Ausschaffungenen kundzutun. Denn Abschiebung ist Mord!!!!!!!!

Feuer und Flamme den (Abschiebungs)Knästen!